

Die Fachkräfteschmiede
Mit dualen Studiengängen hat sich die Hochschule 21 aus Buxtehude einen Namen gemacht. Im CFK NORD hat die Lehranstalt hierfür schon neue Partner gefunden.
Die Hochschule 21 versteht sich als praxisorientierte Alternative zum rein akademischen Studium und ist aus dem bereits 1875 gegründeten Technikum für Bauberufe hervorgegangen. Seit der Neuausrichtung 2004 als gemeinnützige GmbH haben sich fünf duale Studiengänge etabliert. Neben den drei Bau-Studiengängen Bauingenieurwesen, Bauen im Bestand, Bau- und Immobilienmanagement, gibt es die Studiengänge Physiotherapie und Mechatronik.
Ein wichtiges Netzwerk
"Das CFK NORD ist für uns vor allem ein ungeheuer wertvolles Netzwerk", erläutert Oliver Hartwig die Beweggründe der Hochschule, im Forschungszentrum präsent zu sein. "So konnten wir zuletzt mit der CFK Valley Stade Recycling GmbH einen weiteren, renommierten Partner für den Mechatronik-Studiengang finden." Auch Airbus und GMA Werkstoffprüfung aus dem CFK Valley-Netzwerk sind Partner für duale Studiengänge. "Mechatroniker sind zunächst einmal Generalisten, die aber, entsprechend spezialisiert, auch in einem Forschungszentrum gebraucht werden."
Duales Studium
Das Studium ist zu gleichen Teilen in Theorie und Praxis aufgeteilt. Alle drei Monate wechseln sich der Unterricht an der Hochschule mit der Praxis in einem Unternehmen ab. Airbus nutzt den dualen Mechatronik-Ingenieurstudiengang, um Nachwuchs für den Flugzeugbau zu qualifizieren. Großer Vorteil des anspruchsvollen Studiengangs für die Unternehmen sind sehr gut ausgebildete Fachkräfte, die unmittelbar nach dem Studium in den Unternehmen eingesetzt werden können. "Die Investitionen in das Studium machen sich für die Unternehmen angesichts des Fachkräftemangels sehr schnell bezahlt", weiß Oliver Hartwig.
Die Hochschule als Forschungslabor
Daneben aber könnten die Unternehmen im Forschungszentrum noch in einem anderen Bereich von der Hochschule 21 profitieren. Nicht zuletzt dank umfangreicher Mittel aus dem Konjunkturpaket verfügt die Hochschule über sehr modern ausgestattete Labore für Elektro- und Produktionstechnik, Automatisierung und Robotik. "Wir arbeiten auch mit 6-Achs-Knickroboter und sind dabei, unser Know-how im Bereich Robotik auszubauen", erläutert Hartwig. Das Thema Automatisierung stehe sowohl in der Lehre als auch in den Laboren im Fokus. Bereits jetzt würden Unternehmen aus der Wirtschaft die Hochschule für Forschungsprojekte nutzen, wenn etwa die Ressourcen im eigenen Haus nicht ausreichten.
Starke Nachfrage
Gleichwohl der Studiengang Mechatronik Dual erst seit 2009 angeboten wird, übertrifft die Nachfrage bereits jetzt das Angebot. Aus den geplanten 30 Studienplätzen für den Start im September 2009 wurden in diesem Jahr 43. Die insgesamt 700 Studierenden und auch die 400 Partnerunternehmen der Hochschule kommen hierbei zur Hälfte aus dem Elbe-Weser-Raum. Einen Grund für den hohen Zuspruch von Außerhalb sieht Hartwig in dem dualen System: "Attraktive Unternehmen und eine sichere Übernahmeperspektive nach dem Abschluss locken Studienanfänger aus ganz Deutschland in die Region." Zudem sähen viele Absolventen auch in der Nähe zwischen Studienplatz, Arbeitsplatz und Wohnort einen echten Pluspunkt.
Die 21 im Namen der Hochschule steht übrigens für Zweierlei: Das Postleitzahlengebiet und das 21. Jahrhundert. Kurz gesagt - für die Zukunft der Region.